Buch: Der passende Sattel
(Müller Rüschlikon Verlag)
ISBN 978-3-275-01684-6
oder
News & Termine
DATE
1
Quart
2012
Die
"Sattelklinik" bekommt
auf vielfachen Wunsch in
diesem Jahr ihren
Online-Shop
DATE
01
Mär
2012
Euroclassics
Pferde -
Festival vom 1.3.2012 - 4.3.2012
in Bremen
DATE
06
Jul
2012
Erlebniswelt Pferd -
Pferdemesse
06.07.2012 - 08.07.2012
in Landshut
DATE
25
Jul
2012
Eurocheval -
Europamesse des Pferdes 25.07.2012 - 29.07.2012
in Offenburg
DATE
30
Okt
2012
Faszination Pferd -
Fachmesse für Reitsport
30.10.2012 - 04.11.2012
in Nürnberg
DATE
06
Dez
2012
Pferd & Jagd
- Hannover
Europas größte Ausstellung für Reiten, Jagen und Angeln
06.12.2012 - 09.12.2012
DATE
07
Dez
2012
Nacht der Pferde -
Internationale Pferde-Gala 07.12.2012 - 08.12.2012
in Hannover
DATE
17
Jan
2013
Partner Pferd -
Leipzig Pferdemesse Show
vom 17.1.2013 - 20.1.2013
Information
Hier finden Sie neben aktuellen Infos meiner
Reitsportsattlerei nun auch Veranstaltungstermine
rund um das Thema Pferd. Dazu kommt Wissenswertes über mich und ein einfacher
und zuverlässiger Test, ob
ihr Sattel wirklich noch passt. Am Ende finden Sie Interessantes über den Beruf des Reitsportsattlers
an sich.
Im ersten Quartal dieses Jahres wird die "Sattelklinik" mit einem
eigenen, auf die elitäre Reiterwelt abgestimmten Online Shop, an ihre
Kunden herantreten. Ich verstehe dieses Angebot als
zusätzliche, schnelle und zudem zeitgemäße Möglichkeit, meine Kunden mit aktuellen,
preiswerten und qualitativ hochwertigen Artikeln zu beliefern.
Ich freue mich bereits auf eine positive Resonanz.
Viele Widersetzlichkeiten eines Pferdes, wie zum Beispiel ...
Kopfschlagen und wegdrücken des Rückens, wegrennen vor oder nach dem Sprung,
Unlust an der Arbeit oder Bewegung, ein schwungloser Gang,
Probleme in der Rittigkeit,
Probleme in Stellung und Biegung,
Taktstörungen oder unregelmäßiger Bewegungsablauf, schlechte oder keine Bascule über dem Sprung,
ungleiche Galoppwechsel (rechte und linke Hand), durchgehen, buckeln oder “heiß“ werden ...
resultiert oft aus unpassenden Sätteln.
Durch meine langjährige persönliche Erfahrung und meine umfangreiche Ausbildung
beim "Master Saddler" Peter Horobin in Australien achte ich bei meiner Arbeit
stets auf die Anatomie, die Bewegungslehre, den Knochenbau und die Biomechanik
des Pferdes, sowie auf eine statische und dynamische Sattelanpassung, das
Satteldesign und die Konstruktion. Mit diesem Wissen beurteile ich die
grundlegenden Anforderungen an die Passform eines Sattels sowohl im Stand als
auch in der Bewegung.
Ihr Pferd ist ein Lebewesen, das ständigen Veränderungen unterliegt. Sobald Ihr
Pferd seine Rückenform verändert, ist es nötig den Sattel zu überprüfen um
sicherzustellen, dass die Gesundheit des Pferdes nicht durch einen schlecht
sitzenden Sattel beeinträchtigt wird.
Das Ergebnis eines perfekt sitzenden Sattels ist verblüffend. Nach wenigen
Minuten des Reitens zeigen fast alle Pferde eine deutliche Veränderung im
Schwung- und Gangvermögen und auch eine deutlich verbesserte Rittigkeit.
Körpersprachlich auf Augenhöhe ...
Mit diesem relativ einfachen Test können Sie selbst die Lage Ihres Sattels
prüfen. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass Ihr Pferd auf einer ebener Fläche
parallel auf allen vier Beinen mit geradem Kopf und Hals und aufgelegtem Sattel
ohne Satteldecke vor Ihnen steht:
- S a t t e l l a g e
Platzieren Sie den Sattel vor dem Widerrist und schieben sie Ihn am
Vorderzwiesel so weit nach hinten, bis er - unabhängig vom Pferdrücken - von
selbst stoppt.
- K a m m e r w e i t e
Die Ortspitzen müssen parallel zum Widerrist liegen.
- W i d e r r i s t f r e i h e i t
Es muss ausreichend Platz zwischen Widerrist und Vorderzwiesel gegeben sein.
- R e l a t i o n von Vorder- zu Hinterzwiesel
Ziehen Sie in Gedanken eine gerade Linie vom Vorder- zum Hinterzwiesel. Diese
Linie sollte eine Parallele zum Boden sein.
- S a t t e l s c h w e r p u n k t
Der tiefste Punkt des Sattels sollte in der Mitte liegen.
- S a t t e l g r ö ß e
Der Sattel sollte niemals über die 18. Rippe hinaus reichen.
- W i r b e l s ä u l e n f r e i h e i t
Es muss ausreichend Freiheit zwischen Sattelkissen und Wirbelsäule gegeben sein.
- S a t t e l s t a b i l i t ä t
Der Sattel darf sich weder zur Seite noch nach vorn oder hinten bewegen oder
kippen lassen.
- D r u c k v e r t e i l u n g
Der Druck des Reiters auf den Pferderücken muss sich gleichmäßig durch die
Polsterung verteilen.
- R e a k t i o n des Pferdes
Die Reaktion des Pferdes ist der wichtigste Indikator bei der Sattelanpassung.
Keine Sorge, ich beschütze Dich Frauchen ...
Wissenswertes über die Reitsportsattlerei
Der Beruf wurde 1936 erstmals am 1. August 1983 in einer Ausbildungsordnung
erneut anerkannt. Die Verordnung trat am 1. August 2005 in Kraft. Abgelöst wurde
der Beruf durch den Sattler mit den drei Fachrichtungen: Fahrzeugsattlerei,
Reitsportsattlerei sowie Feintäschnerei. Sättel, Zaumzeuge und Geschirre für
Pferde sind die Erzeugnisse von Sattlern und Sattlerinnen der Fachrichtung
Reitsportsattlerei. Nach Kundenwunsch fertigen sie Reitsportausrüstungen oder
andere Sportartikel aus Leder an. Grundlage dafür sind neben ihren
handwerklichen Fertigkeiten auch ihre Kenntnisse von Anatomie und
Bewegungsabläufen von Pferden. Ihre wichtigsten Werkstoffe sind verschiedene
Lederarten, Textilien und synthetische Stoffe. Mit Hilfe von Schablonen
schneiden sie die Einzelteile, schärfen die Lederkanten und schlagen sie ein.
Dann nähen sie die Lederteile zusammen und polstern den Sattel auf. Die
notwendigen Näharbeiten werden entweder von Hand oder mit Maschinen ausgeführt.
Schnallen und Beschläge komplettieren Sattel und Geschirr. Die Sättel werden
dann Pferd und Reiter individuell angepasst. Dazu müssen die Sattler/innen ihre
Kunden eingehend beraten.
Voraussetzungen: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur
Ausbildungszeit: 3 Jahre (36 Monate)
Ausbildungsinhalte:
In den ersten 18 Monaten lernen die Auszubildenden aller Fachrichtungen im
Ausbildungsbetrieb beispielsweise:
- welche Arten von Leder es gibt, wie man sie nach Herkunft, Gerbarten und
Eigenschaften unterscheidet und sie verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten
zuordnet
- welche Werk- und Hilfsstoffe es gibt, beispielsweise Textilien, Kunstleder,
Kunststoffe, Metalle und Klebstoffe
- wie man Leder bearbeitet, besonders seine Kanten einschlägt, es färbt, klebt
und reifelt
- wie man verschiedene Sticharten und Nahtbilder von Hand oder mit der Maschine
ausführt, beispielsweise Kreuzstiche oder Steppnähte
- wie man Polstermaterialien, Bezugsmaterialien und Kunststoffe be- und
verarbeitet
- wie man Zubehör oder Verschlusselemente anbringt, z. B. Nieten und Ösen oder
Druckknöpfe bzw. Reiß und Klettverschlüsse
- durch welche Merkmale sich Hand- und Maschinennähte unterscheiden und welche
Nadelarten und Nähgarne es gibt
- wie Holz- und Metallteile bearbeitet werden
- wie man Werk- und Hilfsstoffe materialgerecht zuschneidet und ausstanzt
- wie man Werkzeuge, Geräte und Maschinen auswählt, einrichtet, pflegt und
instand hält
- was man beim Prüfen und Anfertigen von Skizzen, Zeichnungen und Schablonen
beachten muss
- wie man technische Unterlagen anwendet, z. B. Betriebsanleitungen, Merkblätter
und Richtlinien
- wie man den Arbeitsablauf plant, Auftragsunterlagen bearbeitet und
Liefertermine einhält
- was man bei Zwischenkontrollen beachten muss und wie man die Erzeugnisse
lager- und verkaufsfähig macht
Während der zweiten 18 Monate werden den Auszubildenden aller Fachrichtungen im
Ausbildungsbetrieb z. B. folgende Kenntnisse vermittelt:
- welche Polsterungstechniken es gibt und wie man Polsterteile aus Schaumstoffen
oder durch Wattierung herstellt
- wie man Abschlussarbeiten durchführt, Werkstücke und Zubehörteile anpasst,
einbaut und montiert
- welche Zurichtungs- und Veredelungstechniken es gibt
- wie man Endkontrollen anhand von Arbeitsaufträgen durchführt sowie
Verarbeitung und Funktionalität prüft
- welche Ursachen Qualitätsabweichungen haben können und wie man die
Arbeitsabläufe verbessern kann
- wie man Aufgaben im Team plant, Material- und Zeitaufwand abschätzt und Kunden
berät
Die Auszubildenden der Fachrichtung Reitsportsattlerei lernen in der zweiten
Hälfte ihrer betrieblichen Ausbildung unter anderem:
- welche anatomischen Merkmale und Bewegungsabläufe zu berücksichtigen sind
- wie man Sattelteile misst und zuschneidet, die Näharbeiten ausführt und
Ziernähte anbringt
- was bei der Herstellung der Polsterungen zu beachten ist
- wie man Reitsportzubehör kundenbezogen anpasst
- wie Sättel restauriert werden können
- wie man andere Sportartikel aus Leder herstellt und repariert
Zwischenprüfung:
Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird eine praktische Zwischenprüfung
durchgeführt.
Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende des dritten Ausbildungsjahres.
Sie besteht aus einer praktischen Arbeitsaufgabe und drei schriftlichen
Prüfungen. Der schriftliche Teil umfasst die Prüfungsbereiche Planung und
Fertigung, anatomisches Anpassen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde